Club Hybrid ist ein offener Demonstrativbau, der im Sommer 2021 ein Ort des Experimentierens, des Aus- und Darstellens und des Diskurses sein wird.

Bereits eröffnet ist der Denkraum zum Projekt – im Rahmen der Club-Abende treffen wir uns seit Anfang 2020 in realen und virtuellen Räumen.

Club Hybrid schafft „temporäre“ Räume für eine urbane Praxis des Lebens und Produzierens. Es entsteht ein benutzbarer ROHBAU mit einem Minimum an verlorenen Mitteln und einem Maximum an urbanen Spielräumen, der nach 2021 zu einem „permanenten“ STADT­OBJEKT weitergebaut werden soll.

 

Club Hybrid
Herrgottwiesgasse 161
8055 Graz

Eröffnung: 10. Juni 2021
Residencies und Programm: 11. Juni – 15. August 2021

 

Webcam



Öffentliche Begehung

Club Hybrid Trailer

Aktuelles

Diskussion durch Aktion und Mut zur Nachhaltigkeit – Rückblick auf den Club-Abend #16

„Nachbarn auf Zeit“, Berlin Hansaplatz © Folke Köbberling
„Nachbarn auf Zeit“, Berlin Hansaplatz © Folke Köbberling

Architektonische und künstlerische Interventionen im öffentlichen Raum – haben sie noch politische und gesellschaftliche Bedeutung wie vor 20 Jahren, als dazu die große Aufbruchsstimmung herrschte? Oder ist es mittlerweile eher Mittel zum Zweck, temporäre Behübschung, gut fürs Stadtmarketing? Solche Verschiebungen vermutet jedenfalls Markus Bogensberger als Beobachter, Akteur und auch Fan solcher Projekte, aber auch andere Beteiligte des gutbesuchten Club-Abend #16. Ganz entgegen diesem Trend soll die Übertragbarkeit dessen, was im und mit dem Club Hybrid probiert wird, ein wesentliches Moment sein. Die zentrale Idee der Transformation vom temporären in ein permanentes Stadtobjekt ist jedoch noch immer das größte Fragezeichen. Um das zu schaffen müsste auch die Politik Mut zeigen.

Der Club Hybrid jedenfalls, und auch seine Gäste sind bereit für mehr Mut und Nachhaltigkeit. Das Kollektiv AKT zum Beispiel, das theoretische Überlegungen und Untersuchungen durch die Tätigkeit des Bauens und die Aktion sicht- und erfahrbar macht. Im Fall des Club Hybrid reflektiert es seine beiden Rollen als Gast und zugleich Gastgeber und wird das in Material und Raum übersetzen. Wir sind gespannt. Auch auf Folke Köbberlings Beitrag. Sie bringt ihre Forschungsthemen rund um die Neuaufladung von vorhandenem und auch bereits benutztem Material sowie dessen Einsatz abseits oberflächlicher Upcycling-Trends mit nach Graz. Für den Club Hybrid wird sie Schafwolle als Baustoff verarbeiten und sich so in den urbanen Kontext einmischen.

Einladung zum Club-Abend #16

Dienstag, 23. März 2021, 20:00
Club-Abend #16, online

Zu Gast: AKT, Markus Bogensberger und Folke Köbberling

Bauen anders gedacht. Als künstlerische Intervention, als Experiment im Sinne von Nachhaltigkeit und einer gelebten Baukultur, als gemeinsamer Akt. Bauen jenseits von ökonomischen Zwängen und Marktlogiken. Das ist das Spannungsfeld, in dem sich der Club-Abend #16 bewegt.

Mit der Künstlerin Folke Köbberling und dem Kollektiv AKT haben wir zwei Positionen eines solchen experimentellen Zugangs zu Gast. Beide werden im Sommer in Form einer Residency auch im Club Hybrid Hand anlegen und bauen.

Außerdem begleitet uns Markus Bogensberger durch den Abend. Als Kurator und Architekt war er lange Zeit selbst an der Schnittstelle Kunst und Architektur aktiv. Bis 2019 leitete er das HDA Graz, jetzt ist er Baukulturkoordinator des Landes Steiermark.

Wir freuen uns auf Eure Teilnahme!
Das Club Hybrid-Team

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www.clubhybrid.at
Das Treffen findet bei jedem Wetter statt …
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Meetingraum
Meeting-ID: 946 0910 4455
Passwort: aa5ENDiZ

Dreimal Entwicklung bitte sehr – Rückblick auf den Club-Abend #15

Eyslergasse Puntigam © Club Hybrid
Eyslergasse © Club Hybrid

Die Gäste des Club-Abend #15 kommen aus sehr unterschiedlichen Backgrounds, gemein ist ihnen ein idealistisches Engagement in Bezug auf die Aneignung und fortlaufende Entwicklung eines Ortes. Die Lage in der urbanen Nebelzone des Grazer Südens, wo Gewerbe, Industrie, Wohnen, Verkehr mitunter aufeinanderprallen, bringt dabei ihre speziellen Bedingungen mit sich. Den Herausforderungen stellt man sich aber lustvoll und mit Ideen.

Während der Investor Christian Kossegg mit familiärer Unterstützung seit 10 Jahren das etwa 3ha große Tagger-Areal samt historischer Industrieanlage entwickelt und mittlerweile an rund 60 Bestandnehmende, von Künstlerinnenateliersv bis Start Ups bis Sportanlagen vermietet, betreibt Fikret Fazlic mit dem Islamischen Kulturzentrum Graz einen Ort des offenen religiösen und sozialen Miteinanders. Auch hier ist mit dem Bau der Moschee nach einem Entwurf von Gerhard Springer die Entwicklung des Areals noch lange nicht abgeschlossen. Und schließlich Helmuth Scheuch, der seinen Bezirk wie die berühmte Westentasche kennt. Eines seiner großen Themen ist der Verkehr, sein Fokus der Rad- und Gehwegausbau und der öffentliche Verkehr. Die durchlässige Ruhe der Herrgottwiesgasse soll nach seinen Plänen übrigens erhalten bleiben.